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Andererseits kann ein phantasieanregender Name die wissenschaftliche Forschung sehr wohl beflügeln. So wurden beispielsweise jene kosmischen Gebilde, die heute als Schwarze Löcher bekannt sind, anfangs Schwarzschild-Singularitäten genannt. Aufgrund weiterer Erkenntnisse wurden sie Ende der Fünfzigerjahre umbenannt: Die russische Version war gefrorener Stern, die amerikanischen Forscher/innen wählten den Namen kollabierter Stern. Schließlich benannte John Archibald Wheeler 1967 in einem Vortrag das Gebilde als Schwarzes Loch. Der Begriff wurde weltweit begeistert aufgenommen. Möglicherweise ist es nur Zufall, daß die nächsten Jahre der Erforschung Schwarzer Löcher außerordentlich viele neue Forschungsergebnisse brachten. Kip S. Thorne, ein Schüler Wheelers und Forscher über Wurmlöcher, meint dazu: "In der Physik beeinflußt ein Name die Erwartungshaltung, die wir mit einem physikalischen Begriff verbinden. Ein guter Name beschwört ein geistiges Bild herauf, das die wichtigsten Eigenschaften des Begriffes hervorhebt. Er trägt somit unterschwellig zu einer erfolgreichen Forschung bei. Ein schlecht gewählter Name kann dagegen eine geistige Sperre zur Folge haben, die die Forschungsarbeit behindert."
(Tanja Tajmel, Zeitreisen, Diplomarbeit, Graz 1999)

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