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Schon ein kleines Kind ... es hat noch nicht gefragt, wer Gott ist, da gibt man ihm bereits die Antwort. So wird es konditioniert. Es hat noch gar nicht danach gefragt, die Frage ist noch nicht aufgetaucht, doch die Antwort wird bereits geliefert. Viele Menschen glauben ihr Leben lang an diese Antworten und stellen die Frage niemals selbst. Solange du die Frage noch nicht selbst gestellt hast, ist alles, was du weißt, völlig wertlos. Wirf dein ganzes Wissen auf den Müllhaufen, denn in der Wirklichkeit zählt kein Wissen, es zählt nur Erkenntnis. Da gibt es keine Antwort, nur einen Bewusstseinszustand, in dem das Fragen aufhört. Nur Klarheit – eine Klarheit des Sehens und Wahrnehmens, eine Klarheit des Blicks. Du schaust allem bis auf den Grund, aber eine Antwort findest du nirgends. (...) Die Existenz ist so unermesslich, ein solches Mysterium ... Und es ist gut, dass es so ist. Stell dir vor, was für ein Unglück es wäre, wenn du die Antwort finden könntest! Das Leben wäre nicht lebenswert, es wäre ohne Bedeutung. Gerade weil es keine Antwort zu finden gibt, kann das Leben seine unendliche Bedeutung behalten. Gott ist nicht die Antwort. Göttlichkeit ist der Seinszustand, in dem die Frage verschwunden ist. Der Zustand des Nicht-Denkens, No-Mind, ist Göttlichkeit. (...) Es ist großartig, bei der Frage zu bleiben, denn Antworten verderben dich nur. Sie nehmen dir deine Unschuld, besei­tigen deine pure Unwissenheit. Sie stopfen dir den Kopf voll mit Worten, Theorien, Dogmen. Dann bist du nicht mehr jungfräulich. Antworten korrumpieren dich. Eine Frage ist unverdorben; sie verdirbt dich nicht. Im Gegenteil, sie verstärkt noch deine Reinheit. Sie lässt dich immer klarer und klarer werden. (...) Und wenn die Frage verschwunden ist, kannst du nicht sagen, wer du bist, aber du weißt es. Es ist kein Informationswissen; es ist Erkenntnis. Du hast keine Antwort, aber du (fühlst) es. Du kannst es tanzen, aber du kannst es nicht beantworten. Du kannst es lächeln, aber du kannst es nicht beantworten. Du wirst es leben, aber du weißt keine Antwort. (...) Unabhängig davon, in welchem Land du geboren bist und welcher Religion du angehörst – es spielt keine Rolle. Ob du Katholik oder Kommunist, Hindu oder Muslim, Dschaina oder Buddhist bist – es spielt keine Rolle, welcher Art von Ideologie du dich zurechnest. Im Wesentlichen ist es das Gleiche. Im Wesentlichen geht es darum, eine Spaltung in dir zu erzeugen, sodass ein Teil von dir immer einen anderen Teil verurteilt. Folgst du dem einen Teil, dann fängt der ­ andere Teil an, dich zu verurteilen. Du befindest dich in einem inneren Konflikt, einem ständigen Bürgerkrieg. (...) Nur wenn du total bist, kannst du unvermittelt die Anwesenheit von Göttlichkeit ringsumher spüren. Aber die Ironie ist die, dass die Spaltung von euren so genannten Heiligen und von den Priestern und Kirchen erzeugt wurde. Tatsächlich ist der Priester der größte Feind wahrer Religiosität auf Erden. (...) Die Priester waren sehr gemein, sie haben sich eine ungeheure Entdeckung zunutze gemacht: Spalte den Menschen, bringe ihn gegen sich selbst auf, mache ihn schizophren – und du wirst immer die Macht über ihn behalten. Ein ge­spaltener Mensch ist ein schwacher Mensch. Der ungeteilte Mensch, ein wirkliches »Individuum«, ist kraftvoll; er besitzt die Stärke, jedes Abenteuer, jede Herausforderung auf sich zu nehmen. (...) Der Tag, an dem du anfängst zu begreifen, was die Priester in dir angerichtet haben, wird ein großer Tag der Erkenntnis für dich sein. Und der Tag, an dem du diesen ganzen Schwachsinn hinter dir lässt, wird der Tag sein, an dem deine Befreiung beginnt. Tue, was dein Wesen von dir verlangt. Tue das, wozu deine Eigenart und deine Fähigkeiten dich drängen. Höre nicht auf die Schriften. Höre nur auf dein Herz. Das ist die einzige heilige Schrift, die ich empfehle. Lausche aufmerksam und ganz bewusst deinem Herzen, dann wirst du niemals falsch liegen. Wenn du auf dein Herz hörst, bist du ungeteilt. Wenn du auf dein Herz hörst, bewegst du dich in die richtige Richtung, ohne über richtig und falsch nachzudenken. (...) Die ganze Lebenskunst für den neuen Menschen besteht also in dem Geheimnis, auf das Herz zu hören – bewusst, wach und aufmerksam. Und ihm zu folgen, um jeden Preis, und hinzugehen, wo auch immer es dich hinträgt. Gewiss, es wird dich hier und da in gefährliche Situationen bringen, aber bedenke, dass Gefahren nötig sind, damit du reif wirst. Und gelegentlich wird es dich in die Irre führen, aber bedenke auch, dass es zum Wachstum dazugehört, in die Irre zu gehen. Viele Male wirst du hinfallen, dann stehe wieder auf, denn dadurch gewinnst du Kraft: indem du hinfällst und wieder aufstehst. Nur so kannst du zur Ganzheit gelangen.
(Osho, Schicksal, Freiheit und die Seele)


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