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Erst im 18. Jahrhundert wurde erstmals der Versuch von dem Gelehrten Carl Linnaeus unternommen, Pflanzen und Tiere anhand von zahlreichen äußeren Merkmalen zu klassifizieren. Bei dieser äußerst lebensfüllenden Aufgabe beschränkte er sich allerdings nicht nur auf das Erkennen von Unterschieden einzelner Arten, er fand auch für ähnliche Gruppen wiederum Oberbegriffe und erschuf ein umfangreiches hierarchisch aufgebautes Klassifikationsschema, welches noch heute gebräuchlich ist. Er gliederte absteigend in Stamm, Klasse, Ordnung, Familie, Gattung und Art. Allerdings ging Linnaeus noch von der Konsistenz der Arten aus. Er nahm jeden Unterschied als gottgegeben an, Entwicklungen sah er in seinem Modell nicht vor.
Doch schon kurze Zeit später verkündete der französische Gelehrte Lamarck hingegen in seinem Buch “Philosophie Zoologique” (1809) eine neue Theorie, die Veränderungen von Arten vorsieht. Nach seiner Ansicht können Lebewesen Merkmale entwickeln, wenn sie das entsprechende Organ verstärkt benutzen. Als Beispiel zog er die Giraffe heran, deren ständig gestreckter Hals durch Abgrasen höhergelegener Blätter im Laufe des Lebens länger wird. Hinzu kommt, dass Tiere diese erworbenen Merkmale an ihre Nachfahren weitervererben können. Diese Theorie sorgte für heftige Diskussionen. Experimente unter anderem mit Mäusen, die trotz abgeschnittenem Schwanz stets Nachkommen mit ausgebildetem Schwanz hervorbrachten, schienen diese These allerdings zu widerlegen.
Somit dauerte es nicht lange, bis der Engländer Charles Darwin 1858 die berühmte Evolutionstheorie verkündete. Diese beinhaltet im Wesentlichen zwei Annahmen, die bis heute ihre Gültigkeit behalten haben:
1.) Biologische Arten verändern sich durch zufällige Einflüsse (heutige Begriffe: Mutation und Variation)
2.) Bei gegebenen Umweltbedingungen (die auch Änderungen unterworfen sind) überleben Arten mit vorteilhaften Änderungen bevorzugt, es existiert also eine natürliche Auslese.
In den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff der Synthetischen Evolutionstheorie geprägt. Unter diesem Begriff versteht man die Verknüpfung aus dem Modell von Darwin mit den Erkenntnissen aus der Zellforschung und dem noch jungen Zweig Genetik. Bisher verglich man Lebewesen einzig anhand ihrer morphologische Eigenschaften. Die neue Erkenntnis war, dass Gene Träger dieser Merkmale sind, der Phänotyp ist infolgedessen die Ausprägung der gesamten genetischen Informationen eines Organismus.

(Berechnung phylogenetischer Bäume mit Distanzmaßen, Stephan Klinger, Benjamin Großmann, Seminar: Verwandtschaft und Abstammung in Zeichenketten, WS 2004/2005)


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Ursprünge der Philosophie PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Yalcin Can   
Donnerstag, den 06. August 2009 um 08:30 Uhr

Nach klassischer Auffassung kann man die Anfänge der Philosophie ins sechste Jahrhundert v.Chr. zurückdatieren. In der antiken Philosophie sollen die Ursprünge des abendländischen Denkens liegen. Doch leider ist diese Annahme nicht haltbar. Schon Diogenes Laertius stellt in seinem Buch Leben und Meinungen berühmter Philosophen  aus dem dritten nachchristlichen Jahrhundert folgende Behauptung auf:

Die Entwicklung der Philosophie hat, wie manche behaupten, ihren Anfang bei den Barbaren genommen. So hatten die Perser ihre Magier, die Babylonier und Assyrer ihre Chaldäer, die Inder ihre Gymnosophisten, die Kelten und Gallier ihre sogenannten Druiden und Semnotheen, wie Aristoteles in seinem Buche "Magikos" und Sotion in dem dreiundzwanzigsten Buch seiner "Sukzession der Philosophen(Diadoche)" berichtet. (Einleitung)

Philosophie ist keine eigenständige Erfindung der Griechen, wie es zuweilen im Anschluss an Zeller immer noch behauptet wird. 

 Die westliche Philosophie fängt nicht mit Platon an. Aber viele westliche Philosophen haben mit Platon angefangen, haben ihr philosophisches Studium mit den Werken Platons begonnen, unter ihnen auch mancher Vertreter der analytischen Philosophie: Donald Davidson gehört hierzu, und auch ich darf mich zu jenen zählen, deren Interesse für philosophische Fragestellungen durch die Dialoge Platons geweckt worden ist. (Wilhelm K. Essler, Unser die Welt)

 

 


 

Welche Phänomene bilden  wesentliche Antriebsfedern für den tieferen Ursprung der Philosphie?

  • Neugier (Aristoteles)
  • Staunen (Platon)
  • Zweifel
  • Grenzsituationen (Jaspers)
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 14. September 2009 um 19:46 Uhr
 

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